Samstag, 8. März 2008

Drei, zwei, eins.. ..Deins! - ...oder wie Dein Video schneidbar wird.

Was für Ebay gut ist, das hilft Dir auch beim Videodreh. Viele von euch haben es sicher schon erlebt: Die Tapes von dem Event zeigen zwar alles mögliche, nur schneiden lässt sich der ganze Kram nicht wirklich.
Wie bei vielen Sachen im Leben hilft ein kleiner Plan und der geht so:

Drei - von jeder Szene machst Du drei Detailaufnahmen oder CloseUps
Zwei - von jeder Szene machst Du zwei Aufnahmen, die etwa das normale Sichtfeld abdecken quasi halbnah oder amerikanische
Eins - eine totale oder Supertotale, damit Du auch in einer Einstellung ggf. alles zeigen kannst

Deins! Damit soltest Du genügend Material bekommen, das sich auch schneiden lässt, für Deinen Clip.

Wenn Du jede dieser Einstellungen für 15 Sek. hälst wirst Du in der Regel auch interessante in und outs haben, um in die Bewegung zu schneiden. Eine Totale ist absolut ausreichend, weil das meistens die langweiligste Einstellung ist, die Du wählen kannst. Ausser Du drehst vor imposanten Kulissen wie den Niagara Falls oder dem Grand Canyon.

So das war´s erstmal von mir und vergesst nicht, von Zeit zu Zeit reinzuschauen - es kommt sicher immer neues! Feedback erwünscht ;-)

Sonntag, 6. Januar 2008

Black and Code - damit Du weniger Stress zum Schluss hast

Für die meisten Hobbyfilmer ist die Post-Production das übelste am ganzen Projekt. Hier merkst Du, wo Du in der Vorbereitung schlampig warst. Fehler die Du hier entdeckst sind entweder nicht oder nur mit viel Aufwand zu lösen. Timecode - Sprünge sind so ein Problem.
Wenn Du ein frisches Band verwendest und die Kamera zwischen den Aufnahmen ausschaltest oder eine halb volle Kasette erneut einlegst kann es passieren, das das Laufwerk von neuem zu zählen beginnt. Beim importieren hast Du dann ein Problem, das Du in der Vorbereitung einfach vermeiden könntest: Black and Code - einfach das frische Band einmal im Aufnahme-Mode durchlaufen lassen. Dann hast Du durchgängigen Timecode. Black, weil Du am besten einfach den Deckel auf dem Objektiv lässt und so einfach ein schwarzes Bild aufgezeichnet wird.
Einige Schnitt-Programme habenn auch eine Funktion dafür.
Du kannst auch vorcodierte Bänder kaufen, die sind dann aber etwas teurer.

Das neue Jahr ist da. Die MiniDV-Cam auch. Leg los!

Zu Weihnachten lag das kleine Paket unterm Baum. Du hast es voller Ungeduld aufgerissen und dann haben Deine Augen geleuchtet, das Grinsen zog sich von Ohr zu Ohr: ein MiniDV-Camcorder!
One Step above your Handy. Glückwunsch!

Montag, 31. Dezember 2007

First things first - bevor Du auf Start drückst.

Du kannst natürlich einfach los ziehen mit Deinem Mikrofon, Deinem Fotoapparat oder Deiner Videokamera. Point and shoot ohne konkretes Ziel, ohne Plan. Was immer dabei heraus kommt, ob gut oder schlecht, ist weniger Dein Werk. Der Producer-Credit geht dann an
- dramatische Pause, Tusch - Herrn Zufall.

Applaus. Oder auch nicht.

Wenn Du irgend etwas in Deinem Leben effektiv zum Ziel bringen willst, mach Dir einen Plan! Gleich als erstes, nach der Idee.
Ob Du Bauprojekte, Filme, Reportagen oder Karierre machen willst, ohne Plan wird´s schwer. Je besser Du planst, desto einfacher wirst Du Dein Ziel erreichen, wenn Du Dir vorher Gedanken zu möglichen Problemen gemacht und Lösungen parat hast, bist Du im Projekt souverän, schnell und bleibst im Budget.

Geh´davon aus, das Du 2/3 oder auch 3/4 der Zeit, die Du geplant hast - da ist es schon wieder - in die Vorbereitung steckst. Die eigentliche Umsetzung ist dann im wesentlichen ein abarbeiten. So wie Du einen Kuchen nach Rezept backen willst oder ein Ikea-Regal zusammen schrauben.

Also: Be prepared.

Die Visitenkarte - eines der vier Dinge, die Du immer dabei haben solltest

Drei der Dinge hast Du ja bereits kennen gelernt. Stift und Notizblock, Dein Handy, das sollte immer dabei sein. Nummer vier - die Visitenkarte - ist vielleicht sogar das wichtigste. Warum?

Du bist unterwegs und wirst Zeuge einer absolut coolen Situation, Dein nächster Super-Knüller! Dein Handy hast Du leider nicht dabei oder der Akku ist leer, Stift und Notizbuch auch vergessen, shit!

Du kannst anderen Passanten Deine Karte geben, sie bitten Dich zurück zu rufen weil Du z. B. den O-Ton aufnehmen willst. Deine Karte trägt dazu bei, das man Dich ernst nimmt, Du unterstreichst damit deine Professionalität.

Wenn Du Deine Karte gestaltest, achte auf ein klares und informatives Design. Zumindest auf einer der beiden Seiten solltest Du Raum für eine kurze Notiz haben. Dann könntest Du der netten Dame, die alles gesehen hat nicht nur Deine Kontakt-Info geben, richtig, Du kannst ihren Namen und Telefonnummer gleich auch selbst notieren. Vielleicht hat sie ja den Kugelschreiber dabei, den Du vergessen hast?!

Ein Schelm, wer dabei zweideutige Absichten unterstellt.

Das Handy - Dein Multimediatool

Es ist nicht so, das ich keinen Sinn für neue Technologien hätte, im Gegenteil. Ich bin allerdings sicher kein "early adopter". Für mich ist es wichtig, das die Tools die ich benutze, mich bei der Arbeit unterstützen, ausgereift und zuverlässig sind.

Die aktuelle Handy-Generation kann ein solches Tool sein. Mit eingebauter Foto-/Videokamera, funktionierenden Tastaturen und einer - fürs web absolut ausreichenden Qualität ist Dein Handy das zweite von vier Dingen, die Du immer bei Dir haben solltest.

Einige der dunkelsten Momente in den letzten Jahren wurden mit Handys dokumentiert. Die Bilder und Clips gingen um die Welt, waren auf den meisten Titelseiten zu sehen. Eine der wichtigen Regeln: Wenn ich ein Bild brauche, ist ein schlechtes meistens besser als gar keins.

An der Stelle will ich keine absolute Empfehlung für ein Produkt geben, einfach weil ich selbst noch unentschlossen bin wofür ich mich entscheiden werde. Sowohl das Qbowl von Samsung, als auch die aktuelle Linie von Sony-Ericsson oder Nokia bieten alles was es braucht um Content einzufangen. Einige haben sogar einen eingebauten GPS-Navigator, was ziemlich cool ist wenn Du öfter auch in anderen Städten bist.

Es ist natürlich kein Ersatz für eine ausgefeilte, geplante Produktion. Du kannst damit aber einigen support liefern. Einfach ein kurzer snapshot von der location an der Du zufällig gerade vorbei gekommen bist, das Plakat von dem Event über das Du nächsten Monat berichten willst usw. usw.

Als blogger kannst Du sogar vom Handy aus publizieren, wenn Du willst. Das ist aber Stoff für ein anderes Thema. Was Du mit dem Handy noch sinnvolles tun kannst?

Telefonieren.

Schreiben - der erste Schritt von der Idee zum fertigen Projekt

Du hattest diesen wunderbaren Traum, diese fantastischen Bilder, sie lassen Dich nicht mehr los. Das dachtest Du zumindest nach dem Aufstehen. Unter der Dusche verblasste die Erinnerung bereits leicht und nach den 7:00 Uhr Nachrichten im Radio ist Dein Kopf schon wieder bei ganz anderen Dingen. Deine Bilder sind weg gespült, bleiben Traum, bleiben Phantasie.

Was wäre, wenn Du einen Notizblock neben Deinem Bett liegen hättest? Einfach ein paar kurze Stichworte, das reicht schon. Der erste Schritt, Dein Projekt zu materialisieren. Dann ist es nicht schlimm, wenn Du während des Tages auf andere Dinge, Deinen Job oder was auch immer konzentriert bist. Irgendwann hast Du Feierabend, siehst auf Deinen Notizblock (den Du natürlich überall dabei haben kannst) und hast Zeit, Dich nochmal intensiv mit Deiner Idee zu beschäftigen.

Ich mag die Dinge einfach. Auch im digitalen Zeitalter bin ich eine analoger Typ, mag die Haptik von Papier oder einem schönen Notizbuch. Deswegen empfehle ich Dir hier keinen PDA oder so.
Moleskin-Bücher, darin hat schon Hemingway seine Notizen geschrieben. Oder der Notizblock im Filo (Du kennst den FILOFAX, oder?)
Ein wenig Klasse, Stil, Glamour - für mich eghört das zum schreiben dazu, bereichert mich und vielleicht auch die Story... :-)